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Die Headline lässt ja wieder Übles vermuten, dem ist aber ganz und gar nicht so. Mir fiel nur eine Aufgabe ein, die ich in einem Seminar vor etwas mehr als einer Woche erhielt und die mir seit dem immer wieder einfällt.
Die Aufgabenstellung war folgende:
Sie haben sich in einen Bewohner des Hospiz hinein versetzt, der das Sterben näher kommen sieht. Schreiben Sie aus seiner Sicht einen Brief, der mit den Worten "Angesichts meines bevorstehenden Todes wünsche ich mir von ...," beginnt.
Sofort nach der Aufgabenstellung sah ich den Brief in mir schlagartig aufsteigen. Noch weniger die genaue Formulierung, als den Schreibenden und den Empfänger. Eine raffinierte Sache, die vielleicht einige verblüffen wird. Aber wie schon erwähnt, die Headline des heutigen Blogs stimmt mit dem Inhalt nicht ganz überein, der Brief wird heute nicht geschrieben werden. Er wird aber ganz bestimmt, wenn er das Licht der Welt erblickt, hier auf dieser Seite zu lesen sein.
Heute erhielt ich ein Mail von einer lieben Freundin. Elisabeth meinte ich wäre in einer meiner letzten Geschichten so kraftlos hinüber gekommen. Interessant wie sehr manchmal eine Geschichte unterschiedlich aufgefasst werden kann. Ich wollte an und für sich nur feststellen, dass ich nichts zu erzählen hätte, mich dabei aber keinesfalls leer oder ausgelaugt fühlte. Das hätte ich vielleicht dazu erwähnen sollen. Da besagte liebe Freundin auch meine Yoga-Lehrerin ist, liegt ihr viel daran, dass die jeden Mittwoch neuerlich im Schweiße meines Angesichts ins Fließen gebrachten Energien rege sprudeln und selbstredend auch textlich ihren Output finden.
In einem nahezu ungestümen, frühlingshaften Aufbäumen thematisierte ich letztens Elisabeth gegenüber, dass ich es mir sehr gut vorstellen könne auch zweimal die Woche ins Yoga zu kommen, Dienstag und Mittwoch. So bin ich der Meinung, dass ich die Energien noch deutlicher in Bewegung bringen könne, als es mit einer einmaligen Anstrengung zu erzielen sei. Natürlich ist sie begeistert von meiner Idee und harrt der baldigen Umsetzung. Bisher scheiterte das Vorhaben an freien Dienstag-Abenden.
Und zum Abschluss begeben wir uns alle in den Kopfstand.
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