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Von Tränenbäumen und Bananen |
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Gelegentlich weiß ich, dass ich zur Aufrechterhaltung der Homepage einen Blog schreiben sollte und mir fällt partout kein Thema ein. Da war nichts, was hätte ich schon in den vergangenen vierundzwanzig Stunden aufsaugen und hier wiedergeben können. Und während ich mich in meiner Welt so umblicke, fallen mir zwei Pflanzen auf, die zumindest eine Gemeinsamkeit haben.
Was haben Tränenbäume und Bananen gemein? Sie sondern überschüssiges Gießwasser über ihre Blätter ab. Besonders lästig ist es wenn man zuhause einen Parkettboden hat der nicht gründlich versiegelt ist, denn dann bilden sich am besagten Boden nach und nach unhübsche Flecken. Oder am Schreibtisch wird fürsorglich alles nassgetropft und zum guten Teil unleserlich gemacht. Danke Banane! Andererseits sorgen die beiden sicherlich für ein gutes, natürliches Raumklima und man erspart sich den Luftbefeuchter.
Der Tränenbaum ist überhaupt eine abenteuerliche Pflanze. Im Frühjahr ist da nichts, nur eine Knolle in der Erde. So gegen Mai kommt ein Trieb zum Vorschein und eine nahezu explosionsartige Zellteilung sorgt dafür, dass innerhalb von runden 5 Wochen ein kleines Bäumchen entsteht. Mein diesjähriger Tränenbaum misst 120 cm, letztes Jahr war er noch die Hälfte. Dann passiert einige Monate nichts mehr außer, dass sich die Knolle weiter aufbaut und sich das Bäumchen immer wieder nach dem Licht dreht und daher gegengedreht werden muss. Sonst wird es schief.
Im Herbst werden die vielen Blätter welk, das ist der Zeitpunkt an dem die Knolle sich die Nährstoffe aus ihrer Blattkrone holt. Irgendwann kippt das ganze Ding um und wenn die Knolle alles aufgesaugt hat, kann man die Reste wegschneiden. Gegossen wird dann auch längst nicht mehr. Die Winterruhe tritt ein und im nächsten Mai geht das Schauspiel von vorne los. Am günstigsten in einem noch größeren Topf, damit sich die Knolle entwickeln kann. Wie bei Kartoffeln, werden sich dabei rund um die Mutterknolle junge Knollen finden lassen. Die kann man in neue Töpfe setzen und mit etwas Glück gehen sie auf. Bei mir funktionierte das nicht ganz. Von 3 neuen Töpfen wuchs nur ein Bäumchen an. Soll aber angeblich nichts aussagen, manchmal pausieren die Dinger auch zwölf Monate und erscheinen erst ein Jahr später.
Ach ja, nach dem vierten oder fünften Jahr kommt statt dem Bäumchen eine Blüte, die soll wunderschön sein und aber ab dem dritten oder vierten Tag entsetzlich nach Aas zu stinken beginnen. Spätestens dann wird sich zeigen wie sehr sich die Liebe zum Tränenbaum entwickelt hat.
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