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Afrika, Afrika E-Mail

photocase_de_maheeny.jpgEs bedarf keinerlei Anstrengungen die Stadt zu verlassen um neue Kontinente, neue Staaten, fremdes Leben kennen zu lernen. Eine Millionen-Stadt wie Wien machts möglich. Zwar nicht so ausgeklügelt wie zum Beispiel China Town in New York oder sonst wo, aber ähnlich, kleiner, wesentlich überschaubarer.

Vor wenigen Tagen war ich in Afrika, einem wienerischen Afrika zwar, aber es war durchaus authentisch. In diesem etwas modifierten Land gab es weniger Schwarze, dafür zahlreiche Österreicher die so taten als wären sie so wie sie sich die vorstellen, die sie teilweise zu imitieren versuchten. Dazu gab es afrikanisches Essen mit fantastischen, scharfen Soucen, Palmwein, Mangosaft und vieles andere. Die Afrikaner aus Österreich waren in der Überzahl, dazwischen schwarze Musiker, die etwas später die Location in angenehme Vibes zu versetzen wussten.

Am lustigsten fand ich erwähnte österreichische Afrikaner, die mit ihrem vorhandenen Temperament und den bunten Hemden die musikalischen Klänge so gut es ging umzusetzen versuchten. Es sah durchaus witzig aus und kam nicht annähernd an die Bewegungen der Band. Allein diese ließen mich sofort in allem stoppen was mich eventuell dazu spontan geführt hätte, es ihnen gleich zu tun. Ich kenne meine Grenzen und die kann ich ganz gut akzeptieren. Zumindest in solchen oder ähnlichen Momenten. Ist überhaupt kein Problem.

Besonders aufgefallen sind mir zwei Damen, beide so um die 1,60 Meter groß, beide mit Schirmkappe, auffallend modernen Haarschnitt. Wenn jemand abseits der Band Power hatte, dann würde ich es diesen beiden zuschreiben. Allein der zackige Gang von A nach B, ließ genug Power vermuten um die ganze Veranstaltung im Griff zu haben. Sie waren herrlich anzusehen.

Wieso man selbst in Afrika entfernten Arbeitskolleginnen begegnen muss, ist mir ein Rätsel. Es gibt offensichtlich Dinge zwischen Himmel und Erde, die sich nie verhindern lassen. Nächstes Mal werde ich mir also doch meine Rastas aufsetzen um unerkannt zu bleiben. An mir soll es nicht liegen.