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Gelegentlich soll auch mal geschwiegen werden. Ein Blog der nicht erscheint ist eine Schweigetat, oft eine gute, eine Schweigesekunde im unendlichen Internetgewusel. Beschwerden gab es keine und dieser Umstand ist wohl nur darauf zurückzuführen, dass wir uns in der vielgepriesenen Urlaubszeit befinden und weniger Bloggewirre gelesen wird. Wo war er denn der Erfinder dieses Blogs? War er etwa auch auf Urlaub?
Viel schlimmer, er war im Lande und immer der Mac griffbereit in der Nähe. Nachdem alle meine Musen gleichzeitig von einer höheren Ordnungsmacht gekillt wurden, war ich schlicht und einfach nicht mehr in der Lage diesen Blog mit Raffinesse auszufüllen. Es ging einfach nicht mehr weiter und der Verlust der Musen musste erst einmal verdaut werden. Nicht, dass ich schon neue hätte, aber zumindest sollte ich auf allen Krücken dieser Welt gestützt in der Lage sein, diesen Blog nach der kurzen, durchaus unfreiwilligen Pause wieder aufleben zu lassen.
Mit wenigen Satzhieben verstand es der Aggressor, meiner Musen habhaft zu werden und vernichtete sie, durchbohrte ihre Leiber auf widerlichste Art und Weise. Diese lieblichen, wunderbaren Geschöpfe, die mir viele Jahre Untertan, Feuer, Esprit, Gedankengut waren, plötzlich waren sie zerstampft. Zerstampft in der Endlichkeit der heutigen Welt. Was ist in ihr schon von Dauer? Ewige Versprechen halten keinesfalls mehr eine Ewigkeit. Diese, die Ewigkeit ist kurzlebig geworden. Kurzlebig wie eine als frisch geschnitten gepriesene Rose, die bereits am nächsten Tag nach dem Kauf den Kopf gegen die Tischplatte neigt. Weltenverzweiflung hält Einzug und nimmt selbst den schönsten Rosen die Kraft. Daher befällt die Menschen eine unbeschreibliche Energielosigkeit in der sie müde, nur müde erscheinen und besagte Müdigkeit sich wie ein schwerer Anker an ihre Fersen heftet um sie vollends noch ein gutes Stückchen hinunter zu ziehen. Hier geht es nicht weiter. Stop.
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