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In Pension |
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Samstag, 10. Juli 2010 |
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"Das hätten Sie wohl nie gedacht, dass Sie eines Tages, quasi von heute auf morgen, von allen Instanzen abgesägt werden und in Pension gehen müssen. Gerade Sie, der Inbegriff der Aktivität, der Inbegriff des Erfolges, der Inbegriff des Netzwerkens. Darf ich ihnen mein Bedauern ausdrücken oder soll ich ihnen vielmehr die Frage stellen, wie sie damit umzugehen verstehen?"
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Vorgestern war es noch so |
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Sonntag, 16. Mai 2010 |
Worauf darf man sich in diesen Zeiten verlassen? Findet der angesagte Flug statt oder wird er aufgrund der "Wolke" abgesagt? Wird der Wonnemonat Mai ein solcher oder gibt es bedingt durch die Eisheiligen kalte Füße und sanft aufsteigende Verzweiflung? Sind Freunde noch solche oder wundern sie sich über die soeben aufscheinende Telefonnummer am Display?
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Kochshows |
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Donnerstag, 18. Februar 2010 |
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Unlängst war ich in einer deutschen Kochshow eingeladen, 5 Tage Herausforderung, 5 Tage mit unterschiedlichsten Gerichten, 5 Tage Hektik, Blut und Schweiß. Zum Glück hatte ich als Gastgeber meinen Lieblingskoch Johann Lafer. Ihn schätze ich über alles, denn er, das gutmütige Kochtalkshowrelikt, weiß wovon er spricht. Mit Johann zu kochen macht Spaß, denn nur er zeigt in wenigen Handgriffen wie Orangen richtig filetiert werden.
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Noch etwas höher |
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Sonntag, 7. Februar 2010 |
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Noch etwas höher. Einige Zentimeter noch und ich kann sehen was sich hinter der Mauer verbirgt. Nun machen Sie schon und strengen Sie sich an, versagen Sie nicht schon wieder. Noch etwas höher ....
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Garantiert echt |
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Dienstag, 3. November 2009 |
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Ich stehe an der Straßenkreuzung und nehme von dem Herrn neben mir plötzlich Notiz. Er sieht einem Politiker, einem bekannten, österreichischen Politiker sehr ähnlich. Wäre nicht das Parlament in unmittelbarer Nähe, käme ich selbstverständlich nie auf die Idee, in diesem Mann einen der ehemals prominentesten Politikern Österreichs zu sehen.
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Heiße Ware für Schurkenstaaten |
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Montag, 19. Oktober 2009 |
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"Und dann hätten wir noch das bordeaux-rote Köfferchen dort drüben."
"Was soll ich mit diesem Koffer, ich suche moderne Vernichtungswaffen, keine Accessoires für tuckige Männer."
Der Verkäufer blickt sein Gegenüber verdutzt an, zieht die rechte Augenbraue beinahe unmerklich, aber doch, höher und setzt an: "Sie denken bei mir tuckige Accessoires zu erhalten? Wie lange sind Sie nun unser Kunde? 2 Tage, 2 Wochen, 2 Monate, 2 Jahre? Sehen Sie, und Sie haben noch immer kein Vertrauen zu uns gefasst. Sie sollen sich schämen, oder nie wieder zu uns kommen." Er wendet sich ab und geht zum Koffer um diesen wenige Sekunden später mit Spannung in seiner Mimik auf den Tresen zu legen.
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Gefühlswelten |
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Montag, 21. September 2009 |
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Sie hat mir erzählt, es ist so, als würde ihr täglich ein ihr unbekannter Mann mit einer Kettensäge den Kopf aufsägen. Sie nimmt den Ansatz der Säge wahr, spürt das Sägen, den Schmerz, den erlösenden Schmerz, wenn die Säge wieder den Kontakt zum Knochen verliert und sich der mechanische, infernalische Lärm in der Weite ihres Zimmers verliert. Dann atmet sie auf.
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1 + 1 = 3 |
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Donnerstag, 17. September 2009 |
Viele werden sich fragen, wo ist er, wie geht es ihm, warum schreibt er nicht, und was weiß ich. Hier ist er, es geht ihm gut, er hatte wenig Zeit oder bildete sich zumindest ein, wenig Zeit zu haben. Nicht, dass es heute mehr an Zeit gäbe, aber heute, genau heute fühle ich mich genötigt zu schreiben, weil ich mich zufällig - wie Sie - auf die Homepage verirrte und mich maßlos schämte. Am 1. Juli gab es den letzten Blog. Grund genug für eine Karre voll Scham, die ich vor mir herschiebe, während ich auf der Tastatur klimpere.
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Eine abenteuerliche Ballonfahrt |
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Mittwoch, 1. Juli 2009 |
Zu runden Geburtstagen bekommt man oft unnütze Dinge geschenkt, sprechende Wasserwaagen, singende Fische aus Gummi, auf ein Holzbrett genagelt oder einen Spazierstock der geschätzte 170 Nationalhymnen zu spielen vermag. Alles andere als unnütz war die mir übergebene Ballonfahrt, denn eine solche wünschte ich mir seit tausend Jahren. Eventuell reinkarnierte besagter Wunsch mit mir bereits einige Male mit und manifestierte sich dadurch zu einem unbedingtem "must".
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Warten auf die Pension |
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Dienstag, 30. Juni 2009 |
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Die Pension ist oft mit sehr viel Ballast verbunden, mit Krankheiten, Pessimismus, Einsamkeit, das Gefühl von Nutzlosigkeit, dem Tod und vielem mehr. Ein Thor ist, der glaubt in der Pension erst richtig aufleben zu können um nachzuholen, was er mitten im Leben versäumte. Mitten im Leben zu stehen, sich vom Stress beinahe wegspülen zu lassen um gelegentliche Tagträume in die Zeit der Pension zu datieren.
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Wie definiert sich Erfolg |
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Montag, 22. Juni 2009 |
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"Seit zwei Tagen sitze ich nun schon hier an diesem Flußufer und warte darauf, dass ein Fisch anbeißt." - Der weißhaarige Mann blickt mich mit seinen müden, dunklen Augen an und lächelt noch müder. "Rational betrachtet, hätte ich bereits gestern nach spätestens 4 Stunden aufstehen und heimgehen müssen. - Ja, rational." Wieder lächelt er und wischt sich dabei den Schweiß von der Stirn.
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Yoga über alles |
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Mittwoch, 10. Juni 2009 |
Mit Yoga erspare ich mir viel. Naja, nicht ganz, schließlich besuche ich besagte Yoga-Stunde zweimal die Woche, das kostet und doch erspare ich mir viel. Im Sommer spare ich extra Sauna-Besuche, denn inkludiert im Preis ist heftigstes Schwitzen. Nun wird der geneigte Leser möglicherweise erwidern, dass man im Sommer ohnehin die Sauna weniger oft frequentiert, das kann ich leider nicht beantworten, da ich keinesfalls ein Sauna-Freund bin. Ich vertrage diese trockene Hitze einfach nicht, Yoga allerdings schon.
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Wunder im Detail |
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Montag, 8. Juni 2009 |
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"Ich kann Wunder sehen" sagt das kleine Mädchen und blickt mich mit seinen großen dunklen Augen an. "Wenn ich meine Augen zukneife und ganz genau gucke, dann kann ich echte Wunder sehen", sie kneift ihre Augen etwas zu und blickt mich weiterhin an. "Und was siehst du jetzt? Siehst du ein Wunder?" ich fixiere das Mädchen mit skeptischem Blick und warte auf die Antwort.
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Die 7 Plagen |
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Montag, 25. Mai 2009 |
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So ein Blog wie hier kann sich durchaus zu einer der 7 Plagen auswachsen. Ungeduldige Leser rufen an, schreiben Mails oder klopfen einem auf die Schulter und lassen nachfragen wie es denn mit einem neuen Text wäre. Ich zucke am Telefon, vor der Tastatur und von Anblick zu Anblick mit den Schultern und sage: "Keine Ahnung, keine Zeit, zu wenig Inspiration oder was weiß ich ...." Alles erstunken und erlogen, denn Zeit ist vorhanden, Inspiration ebenso und so weiter. Die Texte stecken im Kopf oder in den Fingern und warten nur darauf hinausgeklopft zu werden.
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Lange Wintertage |
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Dienstag, 12. Mai 2009 |
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Frühling, Sommer und Herbst vergingen immer sehr rasch, in den 3 Jahren meines Bergbauerndaseins. Die Winter zogen sich etwas, vor allem wenn es Tage schneite und ich weder vor noch zurück konnte. In der Regel kam am Ende des Schneefalls, so nach 2 - 3 Tagen ein Schneepflug der nahen Ortsverwaltung vorbei und dockte den Hof wieder an das Leben da unten an. Meist machte der Fahrer bei mir am Hof eine Rast und weil ich kommunikationstechnisch leer, weil wintereinsam war, empfing ich ihn jeweils mit offenen Armen und bot ihm zum Austausch von mehr oder weniger interessanten Gesprächen Speis und Getränk.
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Unbeschwerte Kinder |
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Montag, 11. Mai 2009 |
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Was einem vermutlich ab der Jugend genommen wird, liegt in der Kindheit brav da ohne, dass man sich dessen wirklich bewusst wird. Man ist ja noch ein Kind. Die Rede ist von der kindlichen Unbeschwertheit. Ich muss mal demnächst eine Umfrage starten wie sehr sich Eltern darüber im klaren sind, dass ihre Kinder verhältnismäßig unbeschwert sind.
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Flashbacks aus der Kindheit |
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Montag, 4. Mai 2009 |
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Schon Heimito von Doderer stellte ja bekanntermaßen fest, dass die Kindheit wie ein Kübel ist, der einem eben in dieser übergestülpt wird und dessen Inhalt das ganze Leben lang an einem hinunter rinnt. Ob man will oder nicht. Bei manchen sieht man das Gerinne sehr deutlich bei anderen scheint besagter Kübel erfreulicherweise bereits mehr als geleert zu sein.
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Abends war es mitunter eintönig |
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Mittwoch, 22. April 2009 |
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In den 3 Jahren meines bergbäuerlichen Daseins gab es immer etwas zu tun und obwohl ich kein Internet hatte und ausschließlich nur 2 Fernseh- und 6 Radioprogramme UKW, etwa 30 Programme Mittelwelle und geschätzte 200 Programme Kurzwelle, keimte keineswegs Langeweile in mir auf. Davon abgesehen, waren die Abende ausgesprochen kurz, die Müdigkeit, hervorgerufen durch permanente körperliche Anstrengung, forderte ihren Tribut.
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Mein Leben als Bauer |
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Montag, 20. April 2009 |
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Nicht mal die engsten Freunde wissen es, dass ich einmal für 3 Jahre ein Leben als Bergbauer fristete. - Wobei, von "fristen" kann keine Rede sein, es war eine glückliche Zeit und von dort oben hatte ich täglich einen sensationellen Weitblick, der mir in späteren Jahren sehr oft verborgen blieb. Ich war so gut wie autark in der Versorgung, nur in der Kommunikation "nach unten" mangelte es.
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Ich fliege Ballon |
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Freitag, 3. April 2009 |
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Die Headline zwingt den Leser spontan festzustellen, dass man "Ballon fährt", nicht fliegt. Meine Art des Ballongebrauchs jedoch lässt die Formulierung "Ballon fliegen" ohne Widerspruch zu. Und wer es nicht glaubt ist spätestens jetzt gezwungen weiter zu lesen.
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