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Feier zum 50er E-Mail

happy_birthday_mojime_aboutpixe_de.jpgNein, die Feier betraf natürlich nicht mich, bin ich doch vom 50er so weit entfernt wie der Herbst vom Frühling. Trotzdem oder gerade deswegen war ich eingeladen und konnte mit vielen anderen meinen Schwiegervater in spe so richtig hochleben lassen.

Bei einer riesigen Geburtstagsfeier tut sich viel. Man lernt Menschen kennen die mit dem eigenen Umfeld verwandt sind, die man bis dato noch nie zu Gesicht bekam und ausschließlich aus üppigen Erzählungen kennt. Nette und kritisch distanzierte Menschen.

An und für sich hätte ich zumindest ein Gstanzel vorbereiten sollen. Nachdem ich allerdings des niederösterreichischen Dialekts nicht mächtig bin, versuchte ich mich so gut wie möglich aus der Affaire zu ziehen. Davon abgesehen hatte ich zum auserkorenen Produktionszeitpunkt eine Schreibsperre. Sie ist selbst in diesem Blog dokumentiert und umfasst vier unsagbare Tage. Meine Bewunderung der anderen Gstanzeln gegenüber war dafür unendlich und mit nicht enden wollender Hochachtung erfüllt. Davon abgesehen verstehen Gstanzeln zu bewegen. Selbst mich.

Eine Kapelle oder Band gab es auch. Ich würde sie weiter als Kapelle bezeichnen wollen. Urtümliche Volksmusik stand am Programm und es wurde wunderbar getanzt. Polka und Walzer. Dann gab es einen engagierten Herrn Rudi, er war unser aller Tanzinstruktor und zeige uns etliche Tänze die wir so gut wie möglich nachmachten. Heissa war das ein Spaß. Ich wäre ja nie freiwillig in den Raum der Tänzer vorgedrungen, hätte mich nicht eine "Tante Luisi" an der rechten Hand gepackt und dorthin verschleppt. Die war äußerst nett und verstand mich zu motivieren. Kindergärtnerin von Beruf war sie allerdings nicht. Wir klatschten und lernten Schritte und drehten unsere Partnerinnen so sehr im Kreis, dass sie am Ende des Tanzes leicht betäubt da standen und nicht mehr wussten, wo oben und unten war. Mich verlockte es zum Ausspruch, dass diese Tänze aus einer Zeit stammten, in der der Alkohol noch sauteuer war, also mussten die Mädels so lange eingedreht werden, bis sie einem auch ohne Alkohol vollens willig waren. Und meine Feststellung fand ordentlichen Zuspruch.

Die Kulinarik war hervorragend. Leider neige ich im überbordenden Angebot mindestens ebenso überbordend zuzugreifen. Anders kann ich mir das Paar Debreziner gegen Mitternacht nicht erklären. Ich spürte die Dinger selbst gegen 7 Uhr morgens in mir noch fröhlich auf und ab hüpfen.