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Sonderbare Lebensgeräusche |
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Freitag, 6. März 2009 |
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Je älter man wird, umso lauter und aufdringlicher werden die Geräusche die das eigene Leben begleiten. Vielleicht nimmt zur zunehmenden Schwerhörigkeit die Fähigkeit zu, eben erwähnte Lebensgeräusche immer besser wahr zu nehmen. Es sind ja auch keine Geräusche in dem Sinn, daher von einem im Stich lassenden Ohren unbeeinflusst.
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Also gut dann, auf Wiedersehen |
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Dienstag, 3. März 2009 |
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Ein viel versprechender Beginn. Sie, eine junge selbstbewusste Frau aus Somalien, traumatisiert, weil im Bürgerkrieg eine ordentliche Menge Familie verloren. Er, ein interessierter Mann mittleren Alters auf der Suche nach dem Guten auf der Welt. Er wird ihr Pate und deklariert sich von Anfang an von oben bis unten und zurück. Wie es sich eben für eine ordentliche Patenschaft gehört.
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Morgentau |
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Montag, 23. Februar 2009 |
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Die alte Frau sitzt in ihrem grünen Schaukelstuhl, wippt bedächtig hin und her, fixiert mich mit einem neugierigen, weichen Blick und fährt fort. "Du wirst mein wahres Alter nie erraten können, ich sehe vielleicht aus wie 80 , in Wirklichkeit zähle ich beinahe das Doppelte an Jahren." Ich blicke sie ungläubig an, räuspere mich und versuche in ungelenken Worten herauszufinden, ob sie noch bei Verstand ist oder wieder einmal fantasiert.
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In der Anderswelt |
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Mittwoch, 18. Februar 2009 |
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Als Psychotherapeut bin ich es gewohnt ständig Grenzgänger zu empfangen, um mit ihnen auf Reisen zu gehen. Anfangs bestimmen sie wo es lang gehen soll und dann lenke ich sie sanft in die Bahnen der erhofften Besserung, in Bahnen der Erkenntnis. Die meisten wissen meine Dienste zu schätzen, manche stehen auf, spucken mir ins Gesicht und waren nie wieder gesehen oder machen es in der nächsten Woche nochmal. Letzteres kam Buddha sei Dank nicht oft vor. Aber so wie ein Busfahrer in Gefahr gerät einen Unfall zu verursachen indem ihm ein Fußgänger vor den Bus läuft, so spuckt man mir ab und an ins Gesicht.
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Kaffeefahrt ins Grüne |
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Freitag, 13. Februar 2009 |
Zeiten der Umorientierung haben es so an sich, dass man getrost mal während des Tages ins vermeintliche Burgenland fahren kann, um im Bus darauf aufmerksam zu werden, dass die Westautobahn von Wien aus keinesfalls ins Burgenland führt und das begehrliche Ziel Obergrafendorf in Niederösterreich, Nähe St. Pölten ist. Wie um alles in der Welt hat sich das Burgenland eingeschlichen? Wie auch immer ...
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Morgen |
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Montag, 9. Februar 2009 |
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Die Frau mir gegenüber sieht mich mit großen und nicht minder neugierigen Augen an und frägt mich unvermittelt "Sagen Sie Herr Peter, sind sie morgen auch wieder hier?" Die Frage musste ich mit einem klaren "NEIN" beantworten, denn ich bin Montag nie im Haus, Dienstag auch nicht, immer nur an Sonntagen, einmal die Woche, für rund 4 Stunden.
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Viel zu lange |
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Donnerstag, 29. Januar 2009 |
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Gegen alles wird heutzutage protestiert. Gegen vergiftetes Bio-Gemüse, Käfigtierhaltung, schlechte Politik, hohe Inflation und so weiter. Aber wieso protestiert niemand gegen den langen Winter? Er wird hin genommen wie er ist, jeder regt sich auf und niemand protestiert so richtig für einen kürzeren Verlauf. Kurz aber effektiv könnte das neue Motto eines modernen Winters lauten.
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Großmütterliche Erinnerungen |
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Mittwoch, 28. Januar 2009 |
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Hat man als Enkel eine Lieblingsgroßmutter, auch liebevoll Omi genannt, dann begleiten einem die zahlreichen Erinnerungen, Gemeinsamkeiten, Ähnlichkeiten ein Leben lang. Es vergeht kaum ein Tag an dem nicht doch eine Kleinigkeit passiert in der ganz viel der Erinnerung an die geliebte Großmutter steckt.
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Blickdicht |
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Dienstag, 20. Januar 2009 |
"Nein, blickdicht ist für mich nichts!" die junge Frau sieht mich schelmisch an, reibt sich verlegen die Nase und sieht mich erwartungsvoll an. Mit Sicherheit möchte sie am besten sofort eine einschlägige Frage, was sie denn so sieht und ob sie mir nicht die eine oder andere Indiskretion verraten könne. So leicht wollte ich es ihr nun doch nicht machen und ich beschloss einfach mal nichts zu sagen, sie wortlos anzublicken und zu grinsen. Dazu sage ich nur "Hmm .... hhmm..." mehr nicht.
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Trinken Sie etwas Tee |
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Freitag, 16. Januar 2009 |
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Der Winter ist kaum mehr aus den Gliedern zu bringen. Man müsste Yoga im Akkord machen um das kärgliche Bisschen an Gelenkigkeit zurück zu bekommen, das im Sommer noch von einem als gute Norm bezeichnet werden könnte. Jetzt im Winter bräuchte man einen persönlichen Adjudanten der einem auf einem Wägelchen vor sich herschiebt oder vielleicht hinter sich her zieht, je nach Wetterlage oder Tageszeit.
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Ach übrigens |
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Montag, 12. Januar 2009 |
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Und dann fiel mir ein, dass ich meiner Gesprächspartnerin so absolut nichts über mich erzählt habe. Dabei standen, besser gesagt, saßen wir bereits über einige Stunden im Gespräch. Aber wie es ältere Damen so an sich haben, lassen sie dich nicht zu Wort kommen und erzählen eine Episode aus ihrem Leben nach der anderen.
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Verhinderter Blog |
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Donnerstag, 8. Januar 2009 |
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Ach, jetzt steckt dieses Orange Parteienorgan bereits im Internet und kontrolliert ganz genau was, wo, wann über das schöne Kärntnerland und die vielen Kleinstsonnen geschrieben wird, die jetzt alle scheinen als wären sie DER, der als Sonne vor einiger Zeit mit lautem Getöse vom Himmel gefallen ist.
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Venedig ich komme |
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Mittwoch, 7. Januar 2009 |
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Warum man neben Paris auch Venedig als die "Stadt der Liebe" bezeichnet, kann wohl kaum schlüssig erklärt werden. Eine sehr morbide Liebe allemal, eine dem Verfall preis gegebene, eine Liebe die den Harndrang seiner Besucher forciert sofern man anfällig dafür ist Harn zu lassen wenn schwankendes, blubberndes Wasser einen umgibt. Eine Liebe die den zahlreichen Türmen der Stadt die oft Jahrhunderte anhaltende Erektion nimmt und sie allmählich auf die Seite fallen lässt.
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Von den Sternen beobachtet |
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Donnerstag, 18. Dezember 2008 |
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Plötzlich war es da, das kleine dunkelhaarige Mädchen. Dort lag es im Schnee, viel zu leicht angezogen für die Jahreszeit, viel zu allein für die späte Tageszeit, längst war es Nacht geworden und bitterlich kalt. Die Sterne, die das kleine dunkelhaarige Mädchen von ganz oben betrachteten wunderten sich, denn sie haben das Mädchen nicht kommen sehen. Plötzlich lag es da im Schnee und zitterte ganz heftigt. Die Sterne waren ratlos.
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Sehen Sie sich das an |
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Dienstag, 9. Dezember 2008 |
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Schon wieder ein Laden der verzückt. Er ist vom Leben entrückt, die Sonne scheint durch eine der wenigen Fensterscheiben und lässt mich glauben, dass der Strahl den die Scheibe so gefiltert in den Laden lässt, dass dieser Strahl unmittelbar von "oben" geführt wird Und als wäre es die konkrete Bestätigung für meine intuitive Vermutung, beginnt die Fliege die gerade zielgenau in ihm landete, mit einer noch nie gesehenen Geschwindigkeit zu wachsen. Unmerklich, aber ist es nicht verwunderlich wenn eine Fliege so innerhalb weniger Sekunden um das doppelte ihres Umfanges zunimmt?
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Aufziehtiere |
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Mittwoch, 3. Dezember 2008 |
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Da landeten wir nun wie beinahe jeden Tag um diese Zeit im Park und zogen unsere Hunde auf. Zuerst standen sie wie versteinert da und im Zustand der vollständigen Aufgezogenheit bewegten sie sich im Park, erregt wie richtige Hunde. Sie tollten rum, bellten aus Leibeskräften, pissten den Zaun an, hechelten, kamen zu Frauchen und Herrchen um zu schmusen. Sie waren einfach absolut herzig zu beobachten. Wie richtige Hunde eben.
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In-Location |
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Montag, 1. Dezember 2008 |
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Die Drinks sind in Ordnung, über die Preise könnte man noch etwas streiten aber, dass einem beinahe ununterbrochen Fledermäuse äußerst knapp um die Ohren zischen, daran kann man sich beim besten Willen nicht gewöhnen. Erstens wirken die Dinger in ihrer extremen Fluggeschwindigkeit beängstigend, schließlich hat jeder von uns die Panik mit einer der fliegenden Mäuse zusammenzukrachen, zweitens ist der Umstand außergwöhnlich, dass es sich ausschließlich um unpigmentierte Albino-Fledermäuse handelt.
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Von der Kunst des Gleichklangs |
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Donnerstag, 27. November 2008 |
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Selbst ich könnte die Frage beim besten Willen nicht beantworten, ob man sich im Gleichklang befindet, wenn man weiß man soll nicht im Ohr bohren, weil sich die darin befindenden Ablagerungen in den Gehörgang verschieben könnten, irgendwann mal auf dem Trommelfell landen und einen schwerhöriger machen als man es sonst ist. Vermutlich ist zum Zeitpunkt des Ohrbohrens der Gleichklang sehr wohl noch vorhanden, er schwindet jedoch bei der Ankunft der Ablagerungen am Trommelfell.
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Die Unbekannte |
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Dienstag, 25. November 2008 |
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Zum ersten Mal trete ich ihr gegenüber, sie liegt oder halbsitzt im Lehnstuhl vor mir und würdigt mich keines Blickes. Im Zimmer ist es frostig kühl, ich helfe mir mit einer Decke, später mit einer Jacke aus, für eine Temperatur wie diese bin ich zu leicht bekleidet. Die niedere Raumtemperatur ist ihr Wunsch, sie verträgt absolut keine Wärme oder gar Hitze und will es unbedingt kühl. Alle anderen sollen sich danach richten oder wieder gehen.
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Treue Begleiter |
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Montag, 24. November 2008 |
Es soll sie tatsächlich geben, sie sind unsichtbar, kaum zu spüren und doch da, wenn sie nicht da sind, dann soll man sie herbei rufen können, so heißt es und sie passen auf einen auf. Schutzengel. Ist es die Intuition oder ist es der Schutzengel der auf der Schulter sitzend einem den richtigen Weg einflüstert? War es Glück, Zufall oder der Schutzengel, der einem gerade davor bewahrte vom LKW überfahren zu werden?
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