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Ums Leben schreien E-Mail

photocase_de_aremac_4hvyyafv2.jpgJa, da scheiden sich die Geister, die einen interessierts die anderen nicht. Die einen schreien um ihr Leben, den anderen gehts auf die Nerven. Fußball entzweit die Nation und ich pendle zwischen grenzenloser Abneigung oder dem wofür ich es halte und grenzenlosem Schmunzeln. - Je nach dem wer gerade am fußballerischen Ruder ist.

Gehe ich nach der Geräuschkulisse der Burschenschaft im gegenüber liegenden Haus, sie benennt sich tatsächlich nach irgend einem, längst vergangenen Gau, dann schoss Österreich bereits mindestens ein gutes Dutzend Tore. KURIER.at bescheinigt das tatsächliche Ergebnis mit 0:0, allerdings mit zahlreichen vergebenen Torchancen. - Typisch Nationalmannschaft Österreich eben. Ich höre immer wieder, dass die Burschen immer noch im Aufbau begriffen seien, aber im Zuge dessen noch zu wenig dem eigentlichen Tor zugeführt worden sind.

Die Stimmung kocht, die Burschenschaft gegenüber skandiert lauthals:

"Immer wiiieeeder, immer wiiieeeder Ööösterrrreich ..."

und Österreich erhält vom Kontrahenten Polen das erste Tor. Die Herren werden merkbar ruhiger und der Abend beziehungsweise die Nachbarschaft erhält erstmals wieder Qualität. Nein, natürlich bin ich keinesfalls bereit mich teeren und federn zu lassen. Blasphemie rund um die EURO 2008 soll gestattet bleiben.

Langsam hege ich den Verdacht die verehrte Nachbarschaft ist ausgestorben, so ruhig ist es mittlerweile geworden. Was ein Tor der gegnerischen Mannschaft ausmachen kann. Futsch ist der Nationalitätenstolz, fort der Gesang um unser schönes Land. Das werden sich die Österreicher wohl nicht gefallen lassen und wenn wir schon nicht auf dem Spielfeld reüssieren, dann bekommen sie wenigstens nach dem Spiel eines über die Rübe. Wir sind schließlich immer noch wir und Österreich muss siegen.

Tja, Fußball scheidet die Geister.