|
Bekannte von mir, ein gleichgeschlechtlich veranlagtes, männliches Beziehungspaar, lebt irgendwo in Wien. Die eine Hälfte ist im Innendienst der Polizei, die andere Hälfte meist in München um unschuldigen, aber investwilligen Firmen aufwändige Softwarepakete zu verhökern. Ihre Beziehung ist zwar aus meiner Sicht keine vorbildhafte, aber sie währt doch schon etliche Jährchen.
Als die beiden in ihre neue Wohnung zogen, ich habe sie niemals gesehen, höre aber, dass es eine wunderbare Genossenschaftswohnung sein soll, beflaggten sie recht bald ihren Balkon. Und es dauerte nicht lange, bis sie von einer sehr lieben, aber etwas aufdringlichen Nachbarin befragt wurden, wieso sie denn die rumänische Flagge am Balkon hätten.
Das war dann auch für die kommenden Jahre der Party-Gag schlechthin. Denn die vermeintlich rumänische Flagge entpuppte sich als die Regenbogenflagge, diese wiederum ist ein Friedenssymbol und gleichzeitig auch das Symbol für Schwule, Lesben, Transgender, etc. Die beiden ließen, soweit ich weiß, die Dame im Glauben es wäre die rumänische Flagge und sie wundert sich vermutlich heute noch darüber.
Nun wäre die Story aus, der Blog noch zu kurz.
Heute beim Yoga krabbelte eine Ameise auf der Dachterrasse über meine Matte. Ich wollte sie mit dem Finger von der Matte stippen, denn auf meiner Matte bin im Yoga nur ich darauf und kein anderer, Yoga betreibende Ameisen werden sowieso nicht akzeptiert. Jedenfalls stippe ich sie so weg und musste leider zur Kenntnis nehmen, dass ich sie damit nicht einfach so von der Matte komplimentierte, sondern leider dabei ziemlich verletzte. Das brachte mich dann kurzfristig wahnsinnig aus meinen friedlichen Yoga-Gedanken und ich hoffte sehr, dass sich die Gute rasch erholt. War von mir nicht unnett gemeint, aber offensichtlich stümperhaft ausgeführt. Buddhisten wissen was das nach sich zieht. Ich kann nur durch einen Schwall guter Gedanken versuchen, die Sache so rasch wie möglich wieder auszubügeln und dem armen Ding so gut es geht unter die Arme greifen.
|