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Übereinstimmungen und Geschenke E-Mail

photocase_de_sushi100_z568n4t52.jpgIch befinde mich mitten im Gespräch mit einem Kollegen und er erzählt mir, dass er zum Wochenende durch die Unberechenbarkeit des Aprilwetters im Mai in den Regen kam. Das selbe erzählte mir meine in der Grafik beschäftige Kollegin und weitere. Als wären wir im Kollektiv unterwegs gewesen, denn ich wurde im Zuge eines Wochenendspazierganges auch angeregnet.

Phänomenale Übereinstimmungen. Sie wiederholen sich beim Mittagessen, wenn wir unisono meinen, dass das Essen kaum was heißt, dass es viel zu fett, viel zu salzig oder sonst was wäre. Es wiederholt sich beim Unwillen am wöchentlichen Jour Fixe teilzunehmen. Man trifft sich wieder, wenn es darum geht den Montag zu klassifizieren und den Freitag als den Tag der Erlösung willkommen zu heißen. Ein zusammen geschaltetes Kollektiv in immerzu wiederholenden Übereinstimmungen.

Damit wäre im Grunde alles gesagt. Also doch noch ein kleiner aber bedeutender Themenwechsel.

Es gibt doch noch Firmen die sich bemühen und in denen die armseligen Dienstnehmer noch immer großen Spaß erleben. Ein Besuch des Vienna Marriott Hotels in unseren Gemäuern, versucht mir zumindest diesen Eindruck zu vermitteln. Zwei lustige Herren des Sales-Team kommen mich heute unangemeldet besuchen. Beide in einem T-Shirt mit Hardcore Vienna Marriott-Branding. Mir wird das selbe Shirt überreicht mit dem Vermerk, sollte ich mich damit im Urlaub oder in der Freizeit fotografieren und das Foto einsenden, dann würde ich an einem Wettbewerb teilnehmen und der Hauptpreis wären 6 Tage, 5 Nächte Sidney. Sehr nett. Zum Glück gibt es noch diverse Nebenpreise die sich ebenso lohnen gewonnen zu werden. Also werde ich mir einige kreative Motive überlegen und dem Marriott einsenden. Meine Beziehungshälfte meinte es würde reichen, wenn ich das Shirt anziehe, mich unten rum allem entledige und das Ergebnis fotografiere. Ich zweifle allerdings ob das für Sidney reichen würde. Eventuell für Bukarest, das stand allerdings nicht auf der Liste, soweit ich mich erinnere.

Die Herren waren jedenfalls nett und ein wenig unbeholfen. Vielleicht war das ja der nette Aspekt an ihnen und vermutlich fanden sie die Idee genau so doof wie ich. Aber das hätte ich vor Ort hinterfragen müssen nun ist es freilich zu spät.

Das Vienna Marriott Hotel hat es offensichtlich ganz fett. Denn ich bekam heute mit der Post noch ein Geschenk. Einen Tischwuzzler. Also so ein Tischfußfallding mit kleinen Fußballern, denen man erbarmungslos die Schrauben durch die Oberkörper trieb und einem noch kleineren Fußball, wunderschön poliert. Was man mit überflüssigem Budget so schenken kann. Ich pakte es in ein weiteres Luftpolsterkuvert und schickte es an einen 10jährigen jungen Mann aus der angeheirateten Familie. Ich nehme an er wird sich freuen und ist eher Zielgruppe für das Geschenk.

Ich werde jedenfalls innigst auf Knien bitten mich vor ähnlichen Geschenken in Hinkunft zu verschonen und den ersparten Betrag der Caritas Socialis zu überweisen. Sabina Dirnberger wirds freuen und ich bekomme einen weiteren Heiligenschein dazu. Gratis.