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Kaffeefahrt ins Grüne E-Mail
photocase_de_boing_4nam9px82.jpgZeiten der Umorientierung haben es so an sich, dass man getrost mal während des Tages ins vermeintliche Burgenland fahren kann, um im Bus darauf aufmerksam zu werden, dass die Westautobahn von Wien aus keinesfalls ins Burgenland führt und das begehrliche Ziel Obergrafendorf in Niederösterreich, Nähe St. Pölten ist. Wie um alles in der Welt hat sich das Burgenland eingeschlichen? Wie auch immer ...
So fahren wir, eine bunt durcheinander gewürfelte Partie des ÖJC, des Österreichischen Journalisten Clubs, in einem äußerst modernen Reisebus via Westautobahn nach Obergrafendort zur renommierten Firma STYX Naturkosmetik. Nein, meine Idee war es nicht und in besagtem Fall bin ich ausschließlich Begleitperson, dies jedoch sehr gerne, inbrünstig auf Tonnen von Produktproben, eine ausschweifende Bewirtung und wertvolle Informationen hoffend.

Wir werden keinesfalls enttäuscht, es gibt eine kleine vom Firmeninhaber selbst durchgeführte Führung. - Der Mann ist gut und weiß, wenn er sich nicht verspricht, wovon er spricht. Hat alles Hand und Fuß und wir sprechen nie von Konkurrenten, sondern immer von Mitbewerbern und über Mitbewerber werden wir nichts von ihm hören. So oder so ähnlich versucht er sich im Verlauf der Führung etwas Luft zu machen. Und man sagt ja nicht umsonst: "Der Ton macht die Musik." und vielleicht auch ein bisschen die dazu gesetzte Mimik. Er mag diverse Mitbewerber nicht weil er besser ist. Das konnten wir einwandfrei erraten, gesagt wurde es nicht.

Dass er Wolfgang Schüssel mag hat er auch nicht gesagt, aber das sah man im Shop auf einem riesigen Bild, das sogar mit "Wolfgang Schüssel" von diesem eigenhändig signiert ist. Freilich, damals war Schüsseln noch Bundeskanzler und viel wichtiger als heute. Auf dem Bild zu sehen sind auch der noch immer aktive Leitl und der nicht mehr in der Politik verweilende Bartenstein. Alle strahlen um die Wette und sind sichtlich erfreut darüber, dass sie dem Firmeninhaber der Firma STYX Naturkosmetik eine Auszeichnung überreichen. Nur die Frau des Firmeninhabers freut sich sichtlich nicht, sie schaut halbernst und hochkonzentriert in die Kamera und ist vermutlich Wählerin der Sozialistischen Partei Österreichs, der Grünen oder sonst wem. Und weil sie so offensichtlich auf der falschen Party weilt, schaut sie so wie sie nun jeder tagtäglich sehen kann, der in den STYX-Shop geht, um sich dort ein Stück Natur zum Einschmieren zu kaufen.

Die Familie heißt übrigens STIX, aber wie der Großvater als Firmengründer befand, würde sich das "I" in einem Logo nicht eignen und so war er auf der Suche nach einem ebenso breitem Buchstaben wie es die anderen sind und kam auf das "Y". Deshalb sagen jetzt viele zum Herrn Stix "STYX" weil sie die Geschichte nicht kennen und tatsächlich glauben er schreibt sich mit einem "Y". Manchmal ist eben das Naheliegendste nicht unbedingt das Richtige. Aber er meint es mache ihm nichts aus. Ich will eine Namensänderung seinerseits vorschlagen, das ging mir nun doch wieder zu weit, schließlich bin ich nur Begleitperson und ich denke mir, dass Begleitpersonen zu schweigen haben, so sie anständig sind. Viele der anwesenden Begleitpersonen hätten sich diesbezüglich von mir ein Stück abschneiden können. Aber dann wäre von mir nichts mehr übrig geblieben und wer hätte dann diesen Blog geschrieben?