Als der Sturm an seinem Höhepunkt war und sich mit einem Schlag die Wolken öffneten, gleiteten die Schwarzen Männer aus den dahinter befindlichen Geheimtüren und fielen auf die Erde. Kein Land blieb von der Heimsuchung der unheimlichen Gestalten ausgespart.
Auf der Erde angekommen, trieben sie ihr Unwesen und versuchten so gut es ging das Böse zu vermehren und das Gute zu ersticken. Sie umschlugen es mit ihren weiten, schwarzen Mänteln und nahmen ihm die Luft. Es wurde schwächer und es schien für kurze Zeit, als würde das Böse die Oberhand gewinnen. Aber so wie damals im Sturm die Scharzen Männer kamen, landeten auch Heerscharen an Lichtgestalten die ihrerseits nicht müde wurden, unentwegt das Böse zu berühren um es zu neutralisieren. Der Kampf um die Vorherrschaft ist längst nicht abgeschlossen noch immer wird erstickt, noch immer wird berührt und erleuchtet. Man kann sich dem Kontakt des Bösen nicht verschließen, es steht einem allerdings frei es in sich aufzunehmen oder es von sich zu weisen.
Das Mädchen sah den weißbärtigen Mann verwundert an, rollte die Augen und fragte ihn mit sanfter, aber bestimmter Stimme:
"Und wie soll das geschehen?"
Behalte das Licht in dir, dann kann dir nichts geschehen. Vermehre es und gib es jedem einzelnen der dir begegnet liebevoll weiter und du wirst sehen wie sich das Gute in deiner Umwelt verbreitet. Merke dir, wer ein Lächeln sät, wird dem Bösen die Grundlage seiner Existenz nehmen und nahezu ausnahmslos Gutes ernten. Anfangs ist es ein mühsames Unterfangen. Der steinige Acker muss bis in den kleinsten Bereich von allen seinen Steinen befreit werden, denn auf einem Stein kann nichts wachsen. Und wenn der Acker dementsprechend vorbereitet ist, dann lächle ihn an und du wirst sehen wie die Saat dankbar aufgenommen wird, zu wachsen beginnt und ein wenig später wirst du reichlich ernten.
So wie du deinen Acker bestellst, gibt es abermillionen Äcker auf der Welt und jeder Einzelne hat für sich die Möglichkeit den seinen zu bestellen und er wird ernten, was er zuvor in die Erde eingebracht hat. Ist er nachlässig und vergisst die Steine in der Erde zu entfernen, wird er eine kümmerliche Ernte einfahren, vergisst er sein Herzenslächeln, wird er alles andere ernten nur nicht von jenem von dem er so nötig bedarf. Er wird zwar feststellen, dass sein Acker ein schlechtes Stück Erde ist, aber in der Regel werden viele Ernten vergehen bis er die Zusammenhänge bemerkt und versucht, es anders zu machen. Es werden weitere Ernten vergehen bis er annähernd die Frucht erhält die er sich so sehnlichst wünscht. Und manche erkennen das Zusammenspiel zwischen ihnen und ihrem Acker nicht und geben auf, weil sie der Meinung sind es wird sowieso nichts. Ist das nicht schade?
Der Mann lächelt weise und verlässt den Raum der Erkenntnis.
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