Ich könnte nicht darauf schwören, ob die Aussage der Überschrift heute noch ihre Gültigkeit hat und die Person, die sie im Verlauf eines Gesprächs absetzte, ob diese heute noch die Bühne als ihr alleiniges Terretorium ansieht. Aber zumindest vermuten würde ich es ...
Wir sind auf alle Fälle bei einer neuerlichen Krokodil-Geschichte, jawohl und Stammleser werden es schon längst erkannt haben. Es beschäftigt mich sogar zum Wochenende, allerdings nur insoferne, alsdass ich meine Gehirnwindungen auf der Suche nach verwertbaren Geschichten durchknete und mir somit auch das Krokodil immer wieder mit den ulkigsten Histörchen unterkommt. Ich kann mich nicht dagegen wehren, es passiert einfach. Manche davon kann ich ohne schlechtem Gewissen veröffentlichen, andere bespreche ich besser nicht und lasse sie da wo sie sich gerade befinden, in irgendeinem meiner Hirnlappen, munter vor sich hinköchelnd.
In unserer aller Anfangsphase ging es im Rahmen einer internen Veranstaltung in einem Gespräch unter wenigen Augen und genausovielen Ohren einmal darum, wie sich das Krokodil als Chef positionieren will und wo sie uns dabei wiederfinden möchte. Und bei besagtem Gespräch kam der Kalauer zustande.
"Die Bühne gehört mir! Aber ihr dürft die Scheinwerfer halten."
Wirklich interessant, denn ich dachte immer zu einem gelungenen Spiel gehören wenigsten auch Statisten und selbst diese fänden sich, zugegeben nicht vorne, ein bisschen weiter hinten, aber zumindest auf der Bühne wieder. Sieht ja auch nach mehr aus, wenn man hinter sich ein kleines Heer von Mitspielern weiß. Nö, die Bühne gehört mir. Also runter mit euch und gemuckst wird nur wenn ich euch auffordere, aber wartet nicht darauf.
Hier handelt es sich offensichtlich um ein Ein-Personen-Stück und da reicht es, wenn Scheinwerfer, Ton und Vorhang stimmen.
Ach ja, die Regie bleibt natürlich auch in meiner Hand. Denn ich bestimme wann das Licht auszugehen hat.
Licht aus! An! Aus! An! Aus! Es ist mir zu dunkel. Licht an!
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