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Punktevergabe E-Mail

photocase_de_skyla80_kaufrausch.jpgIm Verlauf eines langen Lebens erhält man für alles Mögliche und Unmögliche, meist auch noch unaufgefordert, Punkte.  Manchmal ist es eine positiv besetzte Punktejagd und es ist günstig noch mehr von ihnen zu haben. Dann sind es wiederum Punkte die einem, Rattengift gleich, beinahe an die Grenzen des Wahnsinns treiben.

Rattengift sind zum Beispiel für deutsche Bundesbürger die verhasste Punktekartei in Flensburg. Je mehr Punkte, um so größer der Schaden und nahe, die drohende Disqualifikation. Stop - Sie werden aus dem Straßenverkehr eliminiert. - Wie die Ratte aus dem Keller. - Punkte gibt es auch in Österreich, nur ist die Polizei so lax, dass sie sich erst gar nicht die Mühe macht welche zu verteilen, weil der danach folgende bürokratische Aufwand viel zu groß erscheint. Ich möchte im nächsten Leben eine Reblaus... ein Polizist sein.

Ich hörte vor wenigen Stunden ein Gespräch zweier männlicher Jugendlicher, in dem der eine dem anderen erklärte, wie er zu Punkten käme. Seine Punkte sind demnach positiv besetzt, ach, vorausgesetzt er ist rasch genug, sonst kehren sie sich in der Sekunde ins Negative und werden Schlechtpunkte.

"Einen Punkt gibt es für einen Treffer hier her."

Er zeigt auf die Bauchgegend.

"Und zwei Punkte bekommt man für einen Treffer am Kopf."

Ofensichtlich ein Kampfsport in dem Kopftreffer mit großzügiger Punktevergabe forciert werden. Der Junge sieht keinesfalls ramponiert aus, ich gehe davon aus, dass er derjenige ist, der Treffer absetzt und dafür massig Punkte kassiert.

Einen Einkaufswagen die Großglockner Hochalpenstraße hinunter rollen zu lassen bringt 20 Punkte. Gute natürlich.

Auf einer Donaubrücke stehend einen Kaugummi auf ein vorbei fahrendes Schiff zu platzieren bringt immerhin auch noch 5 Punkte.

10 Minuspunkte gibt es, wenn man es beim Einstieg in die U-Bahn, die Straßenbahn oder den Bus nicht schafft den letzten freien Platz zu ergattern. Rücksichtsnahme ausgeschlossen, die bringt keinesfalls Punkte.

Und wären mir die beiden Jungs nicht im Bus begegnet, wäre vermutlich der Inhalt dieses Blogs ein ganz anderer geworden.