Steht es um die Lernfähigkeit des Mannes schlechter als um jene der Frauen oder könnte es sich hier nur um ein weiteres Gerücht handeln, das vermutlich von Frauen erfolgreich gestreut wird um was weiß ich was damit zu bezwecken. Garantiert nicht, speziell in sportlichen Belangen steht es um die Lernfähigkeit des Mannes nicht zum Besten. - Vermutet ein Mann.
Sportliche Belange müssen zwangsweise unüberwindbare archaische Verhaltensmuster ansprechen, anders wäre es nicht erklärbar, dass ofmals wider besseres Wissen gesportelt wird. Stichwort: Hallenfußball.
Ich kenne Herrscharen die einmal wöchentlich ihren Tribut in Richtung Sport zollen und Fußball spielen. Geht es des Sommers am Rasen noch halbwegs glimpflich aus, kippen die Mitspieler spätestens in der kalten Jahreszeit, in der Halle, der Reihe nach aus den Socken. Kaputte Knie, wundgeschlagene Schienbeine, verrissene andere Körperteile oder wie neulich eine gebrochene Hand mit dem Vermerk "4 Wochen Gips". Sport ist Mord fällt mir spontan ein, aber ich gebe gerne zu, dass noch immer zu unterscheiden ist, wie und wo besagter Sport betrieben wird. Gut, gut, ... und von wem.
Hintergrund des Hallenfußballes ist vermutlich der, dass die Männer der Stadt im Angesicht ihrer Frauen nicht mehr am Stammtisch sitzen dürfen und das Jahrhunderte bestehende Ritual über den Sport zu legitimieren versuchen.
Als routinierter Verächter des Fußballspiels kann ich sehr einfach den Kostverächter spielen. Was fehlt mir auch, wenn ich nicht wöchentlich in einer Halle unter lauter schweißtriefenden Männern kicke? Nichts!
Während dieser Zeilen fällt mir wieder eine Geschichte ein. Vor vielen Jahren hatte ich einmal Gewinner in Innsbruck zu einem bedeutenden Spiel zu begleiten. Eine Mannschaft aus Tirol spielte gegen eine aus Wien. Details waren und sind mir unbekannt. Das Kulinarium beschränkte sich auf Brezel und Bier im Pappbecher. Die Unterhaltung der ich in Inssbruck lauschen durfte bestand aus lauten, etwas manisch anmutenden Sprechchören: "Wiener Schweine! Wiener Schweine!". Ich kam mir mit meinen Gewinnern alles andere als willkommen vor. Nicht auszudenken wäre, wenn ich in Unkenntnis der Sachlage den gelernten Spruch in weiterer Folge bei einem Spiel in Wien skandiert hätte. Aber ich bin ja nicht blöd ...
|