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Von hinten ganz normal |
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Dienstag, 5. August 2008 |
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Es gibt Sonntage an denen meine ehrenamtliche Tätigkeit keinesfalls wahnsinnig auffällig verläuft. Es wird von mir das getan was ich am Sonntag zuvor tat und an dem davor. Es klingt wie Routine, ist es aber doch wieder nicht, aber auch nicht böse aufregend. Und an manchen Sonntagen passieren Begegnungen die mich so rasch nicht mehr auslassen, die mich immer wieder an das denken lassen, was ich sprach, hörte oder sah.
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100 Tage Aussicht |
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Montag, 4. August 2008 |
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100 Tage Aussicht, wird in einer bezaubernden Location, mit großer Terrasse am Wiener Kahlenberg versprochen. Es wird nicht gesagt wohin die Aussicht geht. Wer den Kahlenberg kennt, nimmt zu Recht an, auf Wien, Österreichs dahindümpelnde Bundeshauptstadt. 100 Tage Aussicht auf eine mittelgroße Weltstadt die langsam aber stetig zur mittelgroßen Weltstadt reift. - Auch wenn sich gestandene Wiener noch mit Haut und Haaren, mitunter erfolgreich dagegen sträuben.
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Das Leben als Stopfgans |
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Montag, 28. Juli 2008 |
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"Greif zu und nimm dir noch etwas von dem Knabbergebäck. Noch Wein? Du zierst dich heute aber ..." - Dabei hatte ich bereits zwei Gläser Wein und Knabbergebäck im Ausmaß einer fetten Wochenration. Als Besucher hat man tunlichst jedes Kulinarium abzudienen, Widerspruch zwecklos. "Nimm doch noch was, schmeckt es dir heute nicht?" Diesmal ist es Marillenkuchen der mir verlockend offeriert wird.
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Mahlzeit |
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Mittwoch, 23. Juli 2008 |
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Geröstete Heuschrecken schmecken nach nichts, weniger als nach Chips - aber sie sehen interessant aus und wirken beim Verzehr recht gruselig. Aligator ist auch nicht so besonders, ein Straußensteak kann da schon eher mit einem runden Geschmackserlebnis auftrumpfen. Heuschrecken, Straußensteak und Aligator gibt es in einem Wiener Innenstadtlokal, einem australischen Lokal, zu verkosten.
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Die beste aller Schnitten |
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Dienstag, 22. Juli 2008 |
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Es gibt wenige Dinge aus der Heimat die einem selbst im fernen Ausland das Herz höher schlagen lassen. Die köstlichen Mannerschnitten, mit dem Stephansdom als Symbol auf der Packung, gehören wohl dazu. Und ausnahmsweise gibt es keine Geschichte von mir sondern von Sepp Schreiner, der sie mir heute per Mail zukommen ließ.
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Diese Flagge |
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Donnerstag, 17. Juli 2008 |
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Bekannte von mir, ein gleichgeschlechtlich veranlagtes, männliches Beziehungspaar, lebt irgendwo in Wien. Die eine Hälfte ist im Innendienst der Polizei, die andere Hälfte meist in München um unschuldigen, aber investwilligen Firmen aufwändige Softwarepakete zu verhökern. Ihre Beziehung ist zwar aus meiner Sicht keine vorbildhafte, aber sie währt doch schon etliche Jährchen.
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Was Ihr wollt |
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Mittwoch, 16. Juli 2008 |
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Meine Villa in Jersey müssen Sie einmal gesehen haben. Ein Teil ist wunderbarer, alter Kolonialstil, nein, nicht nachgebaut, original. Dieser Teil wurde von einem wahnwitzig reichen Kohlemagnagen erbaut. Natürlich musste erst alles entrümpelt und entstaubt werden. Daran bauten wir dann den neuen, modernen Teil an, der Kontrast ist wunderbar, wie zwei verschiedene Welten und manchmal wohne ich für Wochen in der alten, dann wieder für Monate in der neuen Welt und ich könnte nicht sagen wo ich mich wohler fühle. Und meine Gäste können es sich täglich aussuchen wo sie übernachten, wenn sie es möchten.
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Ich bin schon weg |
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Montag, 14. Juli 2008 |
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Bis vor kurzem fand ich ihn abgehoben, sozial äußerst unintelligent, egozentrisch, unfähig seinen Job ordentlich auszufüllen, weil er unter anderem einfach nicht dazu in der Lage war, nach außen zu spiegeln was man von einem Menschen in seiner Position zu erwarten hat. Er verstand es außerdem keinesfalls sich in den vergangenen vielen Monaten zu seine Marke und Persönlichkeit entwickeln und in die ihm zugedachte Rolle zu wachsen.
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Heute schon geschrieben |
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Donnerstag, 10. Juli 2008 |
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Haben Sie heute schon geschrieben? Naja, diese Kurzgeschichte die Sie täglich runterhacken. Mal lustiger, mal weniger. Und haben Sie heute schon? Was? Sie hatten bis jetzt keine Zeit? Was reißt Sie denn so herum, mitten im Sommer in der nicht oder kaum vorhandenen sommerlichen Hitze??
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Romantische Altbauwohnung |
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Dienstag, 8. Juli 2008 |
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Wie viele Leute gibt es, die von historischen Wiener Altbauwohnungen endlos schwärmen. Meterhohe Wände, eventuell geschwungenes Deckengewölbe, großzügige Dimensionen, ein alter, knarrender Parkettboden mit über hundert Jahren Leben im Gesicht. Eine Altbauwohnung hat schon was. Man fühlt sich in ihr niemals allein, dadurch knarrt es zu laut und zu oft.
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Tempo, Tempo |
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Montag, 7. Juli 2008 |
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Selten traf ich eine Person die so viel rascher war als ich, noch dazu auffällig rascher. So auffällig, dass es mir bereits im ersten Gespräch mit ihr auffiel. Sie atmete rascher, blickte rascher um sich, nestelte wesentlich rascher mit ihren nervösen Fingern an sich herum als ich und ja, sie übertraf mich in allem mit ihren unendlichen Geschwindigkeiten.
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Interessante Begegnung |
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Mittwoch, 2. Juli 2008 |
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Ab und an gelingt es einem, wirklich interessanten Menschen zu begegnen. Menschen die von innen nach außen strahlen als wären sie erfahrene Lebensleuchten. Menschen denen man nach zwei Tagen um den Hals fallen möchte um sie herzhaft zu drücken. Ja - das gibt es wirklich.
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Widerlich und doch geliebt |
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Dienstag, 1. Juli 2008 |
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Ratten sind widerliche Tiere heißt es. Wieso tragen dann manche Menschen in den Öffentlichen Verkehrsmitteln Ratten auf ihren Schultern? Lieben sie das Widerliche oder liegt es im Auge des Betrachters ob ein Tier, eine Sache, ein Umstand widerlich ist? Vielleicht liegt die Grenze nur sehr nah, heute geliebt, morgen widerlich. In Beziehungen ist es mitunter so.
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Was ist wirklich |
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Montag, 30. Juni 2008 |
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Eines Tages gehe ich eine Straße entlang und sehe, wie ein junger Mann einen Kanaldeckel aufhebt, ihn sanft zur Seite schiebt, so sanft man das mit einem globigen Kanaldeckel eben machen kann - und im Kanal verschwindet. Der Deckel bleibt offen. Für viele Tage, denn ich komme an dieser Stelle immer wieder vorbei. Nun frage ich mich täglich was ist wirklich. Ist besagter Kanaldeckel tatsächlich geöffnet und in dem dunklen Loch ein Mann verschwunden oder bilde ich mir alles nur ein?
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Vom Angestellten zum Ritter |
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Dienstag, 24. Juni 2008 |
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Das ewige Angestelltenleben war ganz und gar langweilig, keine Herausforderungen - oder zumindest keine die man auch tatsächlich wollte. Somit traf es sich wie bestellt, dass ich von einem mir sehr lieben Kollegen unlängst zum Wochenende in sein geheimes Privatleben eingeweiht wurde.
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Alles Fahne |
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Montag, 23. Juni 2008 |
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Wir schwingen uns auf unsere Drahtesel, fahren wild mit den Autos oder rennen zu Fuß - aber auf alle Fälle mit bunten Fahnen. In den vergangenen Tagen mit Verstärkung am Tag des Matches Türkei : Kroatien wird es einem bewusst wie ignorant man bisher selbst mit der eigenen Fahne umgegangen ist.
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George Fußball |
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Donnerstag, 19. Juni 2008 |
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Seit einigen Wochen werde ich sehr genau von ihm beobachtet und ich nehme an, er weiß genau so exakt über mich, mein Leben, meine Gedanken Bescheid, wie ich über ihn. Ich weiß mit wem er wo ausgeht, wann er aussteigt, aufsteigt, verliert oder gewinnt. Nein - eine Symbiose sind wir noch lange nicht.
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Tischfußball |
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Montag, 16. Juni 2008 |
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Hans Peter Haselsteiner, der riesige Bau-Tycoon, Herr über STRABAG und Co, meinte in einem Interview mit dem KURIER er verstehe nicht, dass man so viel Geld einer UEFA zahle um die EURO austragen zu dürfen. Wo doch unterm Strich kaum was hängen bliebe und der typische Österreicher ein Bergmensch sei und keinesfalls Flachländer. Daher kaum Fußballaffin, sondern sich viel eher in den alpinen Sportarten versuchen sollte.
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Ums Leben schreien |
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Freitag, 13. Juni 2008 |
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Ja, da scheiden sich die Geister, die einen interessierts die anderen nicht. Die einen schreien um ihr Leben, den anderen gehts auf die Nerven. Fußball entzweit die Nation und ich pendle zwischen grenzenloser Abneigung oder dem wofür ich es halte und grenzenlosem Schmunzeln. - Je nach dem wer gerade am fußballerischen Ruder ist.
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Der Paradiesvogel |
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Mittwoch, 11. Juni 2008 |
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"Tritt näher mein Kind. Zeige keine Scheu und tritt näher. Ich habe noch nie gezwickt oder gezwackt. Auch wenn ich es gerne getan hätte und so manch ein Dummglotzer hätte es verdient. Nun mach schon, tritt endlich näher oder wie lange soll ich denn noch warten? Ich bin es nicht gewöhnt so lange ruhig zu stehen. Nur so lange du mich so anglotzt, kann ich nicht weiter, das ist das kleine Geheimnis, das uns von nun an verbindet. Du glotzt und ich erstarre zur Salzsäule - nur sprechen, das geht wohl immer."
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