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Freiwillig festgelegte Ruhezeiten sind immer willkommen. Nachdem man ja grundsätzlich eher dazu neigt, wie ein mehr oder weniger verrückter Kreisel in der Gegend rumzuhüpfen und besagte Ruhezeiten immer viel zu kurz kommen, ist man gelegentlich dann doch von seinem Körper gezwungen etwas Auszeit zu nehmen. Vollkommen ungefragt natürlich. Erwähnter Zwang erfolgt durch einen aufdringlichen grippalen Infekt. Nun gilt es abzuwarten um sich wieder weiterdrehen zu können.
Grundsätzlich sind ja kurze Auszeiten wunderbar. Endlich ausschlafen und Dinge tun, die mal immer schon tun wollte, doch allein der Körper lässt es nicht zu und so schleppt man sich, so man es überhaupt möchte, wie ein krankes Irgendwas durch die Wohnung, um alsbald wieder unter die Decke zu kriechen. Und wenn sich der Appetit so gegen Mittag noch immer nicht einstellt, dann signalisiert der Körper eindeutig, lass mir Zeit ich habe genug anderes zu tun und keine Lust auch noch zu verdauen. Ja, ja, ich habe schon verstanden.
Heute soll ein Quantensprung stattfinden. Woher diese Erkenntnis stammt, konnte mir gestern nicht schlüssig erklärt werden. Quantensprünge sollen ein bis zweimal pro Jahr stattfinden und im Verlauf dieser Sprünge soll ein persönlicher Entwicklungsfortschritt möglich sein, so man will und sich darauf einlässt. Ich gehe davon aus, dass auch die Welt als solches im Verlauf des Quantensprungs eine Weiterentwicklung erfährt und so auch sie will, in eine nächst höhere Stufe gelangen kann. Klingt etwas abstrakt, aber etwas Meditation und oder Beschäftigung mit sich selbst kann eventuell Aufschluss bringen. Ich werde es versuchen und mal sehen ob ich ein Treppchen weiterzuspringen in der Lage bin. Im Internet kurz recherchiert, fiel mir am Bodensee ein Fest zu besagtem Quantensprung auf. Also ist der Umstand wesentlich weiter bekannt und kein Produkt meines Zirkels.
Die letzte Tat vor meinem grippalen Infekt war, zum Wochenende, der Besuch eines Klettergartens nahe der Rosenburg im Waldviertel. Da musste ich so sehr schwitzen, dass es vermutlich seinen Teil dazu beitrug, dass ich heute mit Fieber an meine Bleibe gefesselt bin. Mit so einer Kletterei kann man dem Alltag einiges an Thrill vermitteln und es macht durchaus Spaß, ist aber teilweise sauanstrengend. Der "Flying Fox" entschädigt vieles. Da geht es darum sich an einem Drahseil einzuhängen, um alsbald viele Meter hoch oben, auf Rollen, durch den Wald zu flitzen. Die Landung kann etwas mühsam sein, denn vergisst man sich festzuhalten, rollte man wieder einen guten Teil retour und kann sehen wie man das Ziel erreicht.
Am Heimweg stand ein kurzer Besuch im Marienwallfahrtsort "Maria Dreieichen" statt. Meine Begleitung wollte dort eine Kerze für das Taufkind entzünden, damit es bald ein Geschwisterchen bekommt und ohne Fürbitte klappte es offensichtlich noch nicht. Das Taufkind entstand übrigens ebenso über eine Fürbitte in Maria Dreieichen. Ich nützte die Zeit und entzündete eine solche für meinen Freund, der vor wenigen Tagen seine Vorgesetzte endgültig durch Krebs verlor und widmete sie in seinem Namen der viel zu früh Verstorbenen. Erst gestern sah ich auf einer Homepage ein Foto von vor wenigen Monaten und konnte es kaum fassen.
Brummen im Kopf kann Kreativität und Wortfluss verhindern. In diesem Sinne gebe ich mich untertänigst dem Brummen hin und warte darauf, dass es sehr bald wieder einer friedlichen Stille weicht um neuen, kreativen Worten Platz zu geben.
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