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Lebensfragen E-Mail
lebenssinn.gifWorauf kommt es im Leben an? Geht es um einen halbwegs günstigen Verlauf in dem es gilt Geld einzusammeln, sich damit Güter zu erwerben und letztendlich den Nachbarn zu zeigen was man alles hat und er nicht?

Einige existentielle Grundpfeiler wird es geben deren Gegenwart sich jeder erhofft. Eine robuste Gesundheit, genug Geld um über die Runden zu kommen, eine glückliche Beziehung, eventuell noch eigene Kinder.

Und dann wird es entsprechende Sonderwünsche geben. Einer Person aus meinem Umfeld, mit ihr habe ich beruflich zu tun, ist zum Beispiel Karriere extrem wichtig. Für die Karriere und die damit verbundene Anerkennung verzichtet sie auf Kinder und das erzählt sie auch frei von der Leber weg. Ihr Nachteil ist, man merkt an ihrem Sozialverhalten, dass nichts anderes so wichtig ist wie ihre eigene Karriere. Ich frage mich in solchen Momenten immer, was wird bleiben wenn der Job weg wäre? Menschen wie diese brechen meist ein und entdecken plötzlich "die wahren Werte" des Lebens. Als hätten das andere nicht schon immer gesagt. - Es kommt auf das Mehrsäulenprogramm an.

Es gibt Menschen die sich von allem ausklinken, mit Mc Jobs ihre Grundlage verdienen und dazu nicht viel mehr brauchen. Personen die verhältnismäßig zufrieden leben und sich dem überflüssigen Konsum verweigern. Ob sie darin ihren Lebenssinn erfüllt sehen wissen wir nicht.

Dann gibt es Geldeinsammler die bis zum Umfallen arbeiten, mit der Option 20 Jahre früher aus dem Berufsleben auszuscheiden. Da habe ich einen Arzt vor Augen, der im AKH für sein tägliches Brot beschäftigt ist und die Butter, inklusive Schinken, Käse, Luxus in seiner privaten Ordination dazuverdient. Es soll ja schon Leute mit ähnlichen Träumen gegeben haben, die ihr Berufsende nicht mehr erlebten und ihnen das Leben dazwischen auf immer unerfüllt blieb.

Andere schlagen sich das halbe Leben mit extremen persönlichen Krisen herum und kommen einfach garnicht dazu sich die Frage nach dem Sinn des Lebens zu stellen, weil sie schlicht mit dem Überleben zu tun haben.

Die Weigerung sich mit Fragen wie diesen auseinander zu setzen scheint ein weiterer Aspekt zu sein. Was soll ich schon vom Leben erwarten und woher soll ich wissen was danach kommt. Sozusagen die Fastfoodansicht.

Es wird einem selbst bei bewusster Lebensführung nicht erlaubt sein, täglich am Ende des Tages in größter Zufriedenheit ein  Resume zu ziehen. Dazu ist man auch immer wieder viel zu sehr fremdbeinflusst. Es nützt mir die beste Einstellung nichts, wenn mir im Verlauf des Tages Personen begegnen die mir nicht wohl gesonnen sind oder mich in Bahnen lenken die ich so nicht haben möchte.

Ich stelle mir vor, dass alle Tage Monat für Monat bilanziert werden und die daraus gezogene Summe für unseren Lebensabschnitt richtungsgebend sein kann. Das ergäbe zumindest eine Erkenntnis auf die, bei nichtgefallen, eine Änderung zu erfolgen hätte. Wenn dem Änderungswillen nicht sein Bäsle im Weg stünde, nämlich die Trägheit.