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Unerwartet gut E-Mail

photocase_de_complize_29qvfr562.jpgUnerwartete Besuche, weil ohne Erwartungshaltung empfangen, vermögen mitunter zu überraschen. So kamen mein heutiger Besuch und ich innerhalb weniger Minuten sehr rasch in eine großartige Gesprächstiefe. Trotz permanenter Strörungen ob unserer exponierten Sitzgruppe, herbeigeführt durch vorbei wandernden Horden lauter Kollegen.

So passierte es mir zwar nicht zum ersten Mal, dass sich meine Gesprächspartner via Google ein Bild von Peter Beck machen wollen, fasziniert war ich jedoch davon, dass besagter Mann meine private Homepage fand und spontan einige Inhalte meiner Blogs zum besten gab. Leider die mir am peinlichsten. Zugegeben, es war etwas irritierend, jedoch mehr erfrischend als alles andere. Dies soll jedoch nicht die Geschichte sein.

Er erzählte mir im Verlauf der Besprechung, dass er vor kurzem mit seinem SMART nach Prag musste und vor dem Hotel eben dort seinen Koffer vermisste, der lag offensichtlich noch fein gepackt zuhause. Also ging er wie er war, in Jogginghose, T-Shirt und unrasiert zur Rezeption und checkte ein. Am nächsten morgen möchte er mit seinem Wagen in ein Einkaufscenter fahren, der Wagen war nicht mehr da weil, wie es sich später bei der Polizei herausstellte, er im Parkverbot stand und abgeschleppt wurde.

Der Höhepunkt des Tages war der anschließende Einkauf, als zum Schluss einige Verkäuferinnen mit Scheren um ihn herum standen um im Gleichschnitt die Preisschildchen abzuschneiden.

Übrigens wechselten wir vor wenigen Tagen unser altes Büro in dem drei Köpfe rauchten, mit einem solchen in dem künftig 6 Köpfe versuchen das selbe zu tun. Interessant ist der Umstand, dass wir gerade dabei sind uns zu disziplinieren. Meiner Kollegin bringe ich mit Akkribie bei leiser zu tippen. Andere versuche ich wiederum davon abzubringen die Freisprecheinrichtung der Telefone zu nützen und damit unnötigen Lärm zu verursachen. Radio gibt es natürlich auch, diesmal Ö3 oder ähnliches. Im alten Büro wurde mir FM4 als Permanentgeräuschkulisse ins Hirn gebrannt. Das ließ ich noch zu, schließlich ist FM4 hipp und durchaus alternativ, was man von Ö3 nicht behaupten kann. Ich wage sogar zu behaupten, dass manche Sender Krebs verursachen können, so entsetzlich sind ihre Inhalte. Nur wie bringe ich dies meinem neuen Zimmergenossen bei? Vielleicht mit einem klammheimlichen Stationenwechsel auf Ö1, einen Sender den ich zutiefst verehre. Auf Ö1 lernt man immer was und wenn es nur um die drohende Zersiedelung des Stadtkerns von Horn geht, die durch die Einkaufscenter am Stadtrand erfolgte.

Ich hatte vergessen zu erwähnen, dass wir uns erst im Probebetrieb des Büros befinden, denn zwei von den sechs Leuten befinden sich noch zuhause und sind dadurch nicht in der Lage sich am alltäglichen Arbeitslärm angemessen zu beteiligen. Dabei geht es uns ja noch ausgezeichnet, denn wie ich höre, soll es ja genügend Menschen geben die in wesentlich größeren Einheiten bei viel mehr Lärm arbeiten müssen.   ... und an die wollen wir jetzt in Würde für einige Minuten gedenken.