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Glauben Sie an den Osterhasen? Also ich zumindest teilweise, denn wer soll sonst diverse Leckereien in wohl vorbereitete Nester legen. Erst unlängst bezeugte ich einer entfernten Kollegin, als sie sich ein Osterei in der Kantine kaufte und es beinahe zu Bruch ging, hätte ich es nicht heldenhaft aufgefangen, dass sie ein schlechter Osterhase wäre. - Ja, ja ... klar kann ich auch elegante Komplimente machen. Aber nicht ihr.
Kaum ausgesprochen, hatte ich allerdings das Gefühl, dass es keine Frau für besonders erstrebenswert finden würde, als Hase hoppelnd Eier und Süßes zu verteilen. Männer kann ich mir ebenso nicht darin vorstellen. Die meisten zumindest nicht. Einige wiederum wären prädestiniert für das Gehopple und man könnte es nicht auseinander halten ob es sich um ein verirrtes Känguru handle oder um einen zu groß gewachsenen Osterhasen. Der Vergleich mit dem Känguru hinkt ganz und gar nicht, denn die Roten Kängurus werden ja mannsgroß und können sogar Boxen wenn sie es nur wollen.
Übrigens "boxen", Sigi Bergmann meinte kürzlich, glücklich zu sein Enkel zu haben. Er behauptet nun alles nachholen zu können was er bei seinen Kindern versäumt hätte. Ich frage mich nur, was haben seine Kinder davon, jetzt mit einem von ihm erkannten Manko konfrontiert zu werden. Hauptsache die Enkel haben es jetzt besser. - Dabei heißt es immer es gäbe viel zu wenig Entwicklung. Sigi Bergmann turnt es in seiner Pension vor. Und sie bewegt sich doch. - Aber über ihn kann man ohnehin nichts Schlechtes sagen. Der Herr Doktor ist ein grundanständiger Mann. Immerhin half er anno dazumal der österreichischen Boxerlegende Hansi Osolics, als jene, vom Alkohol niedergetreten in der Gosse lag, zu einem vernünftigen Job in der ORF-Druckerei. Das soll ihm mal einer nachmachen.
Bei uns zuhause auf der Toilette hausen noch immer zahlreiche Mehlwürmer und Schwarzkopfwürmer. Letztere bedienten sich kürzlich in kanibalistischer Manier an einem ihrer Kollegen. Ich war gänzlich schockiert als ich diesen tot, halb angefressen in der Box liegen sah und spürte die moralischen Grundfeste in mir schwer erschüttert. Das unterscheidet eben den Wurm vom Menschen. Wie es allerdings wäre, wenn wir über viele Tage in einer Box eingesperrt wären, wage ich mir nicht auszumalen. Vermutlich wie damals beim Flugzeugunglück in den Anden. Da mussten die Sportler ja auch ihren toten Kollegen essen. Schließlich war nichts anderes da und er längst tot.
Heute stand in allen Zeitungen Gusenbauer wäre nicht in seinem Heimatort aufgetaucht, um bei den vergangenen Landtagswahlen seine Stimme abzugeben. Er solle sich feige einer Wahlkarte bedient haben. Als ich das Foto seiner Mutter, in der Wahlkommission sitzend, sah, wurde ich den Verdacht nicht mehr los, dass es diese in Wirklichkeit gar nicht gab und er sehr wohl den ganzen lieben langen Tag in seinem geliebten Heimatort, in besagter Kommission saß - freilich unerkannt. Aber wieso behält er es für sich? Wieso lässt er sich von allen Niederösterreicherin bekleckern und klärt seine Landsleute nicht auf, dass er in höchst anständiger Damenwäsche gekleidet, Wahlhelfer war. Oder ist er der werten Frau Mama tatsächlich so aus dem Gesicht geschnitten und war nur wieder mal auf Urlaub??
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