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Anders als die Anderen E-Mail

photocase_de_weigand_t2umkb962.jpgDass wir ein bisschen anders sind als manch anderer, ist uns bereits mehrfach aufgefallen. Bei uns geht die Sonne nicht im Osten auf, sondern im Westen, unter geht sie hingegen im Osten. Wasser rinnt nich von oben nach unten, sondern umgekehrt. Ach was - to much fantasy.

Aber anders sind wir trotzdem und darauf bestehen wir. Wir haben nämlich keinen Fernseher und nur Radio. - Für das zahlen wir auch Gebühren. Die sind nicht mal teuer, was in der heutigen Zeit schon an ein kleines Wunder grenzt. Im Radio hören wir ausnahmslos Ö1, ein grenzgeniales Produkt das man getrost empfehlen kann, ansonsten werden von uns CDs gespielt - Pop und Klassik.

"Was, Ihr seid ganz ohne Fernsehen? So was kann ich mir nicht vorstellen."

Begleitet mit diesen Worten, werden wir großäugig angesehen. Gerade, dass man nicht nach uns fasst um zu fühlen wie sich Menschen angreifen, die sich heutzutage dem Fernsehen verweigern.

Dabei kam es keinesfalls freiwillig, denn es wurde uns über die Jahre immer mehr entzogen. Bis da nichts mehr war und wir zur Kenntnis nehmen mussten, dass es sich für immer vor uns verabschiedet hat, zwar immer angekündigt, aber letztendlich einfach so fortgeschlichen.

Zuerst gab es Kabelfernsehen von der von uns ob des schlechten Kundendienstes nicht geschätzten Firma UPC. Das war aber viel zu teuer und wurde abgemeldet. Dann konnten wir noch etwas nachsehen, bis uns alles abgedreht wurde. Dabei hieß es immer, die Grundversorgung würde einem auf alle Fälle erhalten bleiben. Aber so ist es eben, wenn man Monopolisten in die Arme fällt. Dann wurde eine Zimmerantenne beschafft und wir empfingen Fernsehen in einer Qualität der 70er Jahre. Zumindest stellten wir uns das so vor, dass in den 70er Jahren der Empfang ähnlich gewesen sein musste. Mit DVB-T war dann vollends alles aus und wir gaben auf. - Wenn es gehen will soll es gehen, Reisende soll man nicht aufhalten. Wir haben ja Radio. Nun ist unser Fernsehen irgendwo auf dieser Welt und wir wissen nicht wo. Vielleicht lassen wir es ja mal über das Rote Kreuz suchen und versuchen uns an einer Familienzusammenführung. Noch ist es aber nicht so weit. Wir finden mit dem Radio das Auslangen.

So mit sind wir anders als die Anderen. Vermutlich.