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Will man sich mal so richtig quälen, kauft man sich ein Modem von DREI und versucht es zu installieren. Kann gut gehen oder auch nicht. Bei mir ging es irgendwann mal am Laptop gut und am Desktop nicht. Früher hatte ich ja INODE am PC, nachdem die aber unkooperativ wurden, trennten wir uns und DREI wurde von einer Steckkarte zu einem USB Anschluss umgetauscht. Freilich nicht ohne vorher noch rund 45 Euro Räubergebühr zu zahlen. Umgetauscht wird nicht gratis.
Und wenn man sich vorstellt, dass ich gestern und heute satte 5 Stunden versuchte das Modem am PC zu installieren und es nicht angenommen wurde, dann kann man sich weiters gut vorstellen wie ich mich nach den 5 Stunden fühlte. PC-technisch gesehen hundeelendiglich. Da nützte nicht mal das Rote Telefon nach Vorarlberg zu einem meiner besten Freunde, der an und für sich recht bewandert und auch der technische Vater dieser Homepage ist. Mario widmete sich mindestens eine Stunde meinem Problem um damit zu schließen, dass mir augenblicklich nicht zu helfen wäre und, dass ich vermutlich warten müsse bis er in einigen Wochen nach Wien käme. Er fragte noch, ob ich nicht jemanden in meinem Umfeld hätte der sich damit auskenne und der mir das eventuell installieren könnte. Ich meinte nur, ich hätte offensichtlich ausnahmslos Menschen in meinem Umfeld die sich damit nicht auskenne würden. Obwohl.. vom Thomas der Christian, ein technischer Mitarbeiter, den könnte ich noch bitten. Mal sehen. Nachdem ich zum Laptop ausweichen kann ist es ja nur ein halbes Problem. Allerdings trotzdem herzzerreißend. Mal sehen was Christian dazu sagt.
Klingt für nicht involvierte Personen vermutlich ganz und gar langweilig. Also ein kleiner, aber bedeutender Themenwechsel.
Manchmal ist es nicht einfach die Ruhe zu bewahren. Atmen sie tief mehrere Male ein und aus und antworten Sie nun auf keinen Fall. Weiter atmen und besinnen Sie sich auf ihr Energiechakra. Das Krokodil kann ihnen nichts anhaben, die Energie ist mit ihnen. Versuchen Sie während dem konzentrierten Atmen auch noch ein wenig zu lächeln. Lockerer, nicht so verkrampft. Es muss ein befreites Lächeln sein, kein gequältes. Atmen befreit, tief und energetisch atmen. Wenn Sie Antworten schuldig bleiben, nehmen Sie augenblicklich einen verklärten Blick ein und lächeln Sie weiter. Vergessen Sie bitte dabei keinesfalls auf die tiefe und gleichmäßige Atmung. Damit bauen Sie ein Schild auf und es gibt ihnen Schutz. - Wie im Zoo.
Ob der Schutz auch vor den bösen Oberschenkelbissen Schutz gibt weiß ich natürlich nicht. In besagter Sitzung unterblieb der Biss. Es kam ausschließlich zu Ritualbissen. Die schmerzten allerdings auch so genug.
Lächeln und tief einatmen. Sie müssen regelmäßiger atmen. Vertrauen Sie doch auf ihre Atmung und bleiben Sie gefälligst im Rhythmus.
Ich werde schon zum wiederholten Male gefragt ob ich über diese und jene Abläufe Bescheid wüsste und ob das nicht anders wäre als ich es darzustellen versuche. Misstrauen liegt in der Luft. Das Krokodil schwillt auf zwei Meter Höhe an und blickt mit funkelnden Augen herab. Speichel fließt durch die Beisserchen direkt auf mich. Ich lächle weiter, wische mir verstohlen den Speichel von der Stirn und atme tief. Holen Sie ihre Energie aus den Chakren und bündeln sie diese gegen das Krokodil. Dazu nicken Sie bedächtig und lächeln weiter.
Es wirkt. Das mit dem Nicken war die ultimative Ergänzung. Das Krokodil fühlt sich mit einem Mal bestätigt, verstanden und nochmals bestätigt. Ich entgleite langsam aber sicher erneut dem Kinder-ICH und nehme mein gewohntes Erwachsenen-ICH ein, um nur mit einer leichten Buckelkrümung und einer kaum sichtbaren Delle meines Ego das Büro zu verlassen. - Ich möchte nicht erst betonen, dass die Übung keinesfalls zuende gewesen wäre. Nach dem Nicken kommt noch eine Umarmung, gleichzeitig haucht man dem Umarmten ein
"Ich verstehe dich und vergebe dir."
entgegen. Damit fühlt sich jedes Krokodil sofort akzeptiert und verstanden und wenn man es geschickt macht, winkt eine sprudelnde Lohnerhöhung. Oder so ähnlich erklärte es mir der indische Guru.
Die Frage die sich mir seit einigen Tagen stellt ist die folgende: Was macht man mit einem Biotop ohne Krokodil? Sprengen? Trockenlegen? Zum Naturreservat erklären? Wir haben uns für die naturgetreue Abbildung in Plastilin entschieden. Die Abbildung wird dokumentiert, online gestellt und das Resultat freudestahlend per Fahrradboten und kleinem Anhänger, gut, mittelgroßem Anhänger entweder nachhause oder in das neue Büro gebracht. Äh... ins neue Biotop gebracht. Dort dient es zur Dokumentation der persönlichen Entwicklung. Kleines Krokodil - großes Krokodil. Kleine Beisserchen - große Beisserchen. Ein bisschen böse - ganz viel böse. Die Aufzählung ließe sich beliebig fortsetzen.
Es ist ein fantastisches Phänomen sich selbst im Schreiben zu vergessen. Es ist ein automatischen Tun, ganz ohne Hirn, nur so von Innen heraus. Nach dem Aufwachen blickt man entgeistert auf die verfassten Zeilen und greift sich ans Herz, stellt sich die ehrliche Frage:
"War das wirklich ICH?"
Um erleichtert festzustellen, dass es Rudi war, der scharze Kater, der spitzbübisch um das Notebook schleicht.
Hey Rudi, was soll sich mein Krokodil dabei denken, wenn es diese Zeilen liest??? Es muss ja glauben man nimmt es überhaupt nicht ernst. Ich werde ihm glaubhaft versichern, dass Du es warst und wenn es sein muss werde ich es fotografisch dokumentieren. Würdest Du dich bitte augenblicklich noch einmal hinsetzen und etwas in den Blog tippen! Ruuuuddiiii, hier kommst Du her!!
Wer jemals versucht hat eine Katze zu beeinflussen, wird wissen, dass Rudi keinesfalls daran denkt nochmals an diesem Blog zu schreiben.
Aber ich war es nicht!
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